Enduro in Italien - die Assietta Kammstraße

Die Strada dell'Assietta im italienischen Piemont gilt als einer der absoluten Klassiker und Sehnsuchtsorte für Enduro- und Reiseenduro-Fahrer in den Westalpen. Die rund 34 Kilometer lange, größtenteils unasphaltierte Militärstraße verläuft auf einer durchschnittlichen Höhe von über 2.000 Metern entlang des Gebirgskamms zwischen dem Susa- und dem Chisone-Tal und bietet spektakuläre Panoramablicke auf schroffe Felswände, grüne Täler und historische Festungsanlagen.

Das sollten Enduro-Fahrer über die Strecke wissen:

Einstieg und Kombinationen: Die Tour lässt sich ideal als Rundreise planen. Ein klassischer Einstieg erfolgt im Westen über den Wintersportort Sestriere (über den Colle Basset) oder im Osten über das Susa-Tal, wobei sich die Fahrt hervorragend mit dem geschotterten und fahrerisch anspruchsvolleren Colle delle Finestre kombinieren lässt.

Fahrerischer Anspruch: Die Kammstraße ist fahrtechnisch als leicht bis mittelschwer einzustufen (Denzel-Skala SG 2–3). Sie besteht größtenteils aus gut fahrbarem Schotter, festem Lehm und einigen steinigen Abschnitten, was sie auch für schwere Reiseenduros (wie BMW GS, Honda Africa Twin etc.) bei trockenem Wetter problemlos machbar macht. Bei Regen können manche erdige Passagen jedoch sehr rutschig und schlammig werden.

Regulierungen und Sperrzeiten: Zum Schutz der Natur und für Wanderer gelten strenge Regeln. In den Hauptreisemonaten Juli und August ist die Strecke mittwochs und samstags tagsüber (9:00 bis 17:00 Uhr) für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt. Zudem gilt auf der gesamten Strecke ein Tempolimit von 30 km/h (an unübersichtlichen Stellen oft 15 km/h) sowie ein Überholverbot.

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